

Eine Implantatbehandlung wirft bei vielen Patienten Fragen auf. Wie läuft die Behandlung ab? Für wen sind Zahnimplantate geeignet und wie lange halten sie? In unserer Rubrik „Fragen und Antworten“ finden Sie verständliche Informationen zu den wichtigsten Themen rund um Zahnimplantate – von der Planung über den Eingriff bis hin zur Nachsorge und Pflege.
Die Implantologie ist ein Teilgebiet der Zahnmedizin und befasst sich mit dem Einsetzen künstlicher Zahnwurzeln. Diese Implantate werden fest im Kiefer verankert und dienen als stabile Basis für Zahnersatz, zum Beispiel Kronen, Brücken oder Prothesen. Das Ziel besteht darin, fehlende Zähne dauerhaft, funktional und ästhetisch zu ersetzen.
Dr. med. dent. Karsten Rüffert ist Praxisinhaber und verfügt über einen zertifizierten Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie sowie langjährige Erfahrung in der Implantatversorgung. In der Praxis wird das gesamte Spektrum der modernen Zahnheilkunde einschließlich Implantologie angeboten – von der Planung über die OP bis hin zum fertigen Zahnersatz.
So erhalten Patienten einen spezialisierten Ansprechpartner und eine umfassende Versorgung aus einer Hand.
Die Kosten für ein Zahnimplantat liegen in der Regel zwischen 1.800 und 3.500 Euro pro Zahn. Je nach Aufwand, Material oder erforderlichen zusätzlichen Behandlungen (z. B. Knochenaufbau) können die Kosten auch höher ausfallen. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt in der Regel nur einen Teil der Kosten für den Zahnersatz, nicht jedoch die Kosten für das Implantat selbst.
Bei guter Pflege und regelmäßigen Kontrollen kann ein Zahnimplantat viele Jahre, oft sogar ein Leben lang halten. Dafür sind eine gründliche Mundhygiene, gesunde Zahnfleischverhältnisse und regelmäßige Besuche beim Zahnarzt entscheidend.
Zahnimplantate bieten zahlreiche Vorteile:
Zu den möglichen Nachteilen gehören der notwendige chirurgische Eingriff, die Einheilzeit und die höheren Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Zahnersatzlösungen. Außerdem besteht ein gewisses Risiko für Entzündungen oder eine verzögerte Heilung. Bei unzureichendem Kieferknochen kann ein zusätzlicher Knochenaufbau erforderlich sein.
Grundsätzlich können Implantate bei Erwachsenen jeden Alters eingesetzt werden. Ausschlaggebend sind die individuellen Knochen- und Gesundheitsbedingungen sowie eine ausreichende Mundhygiene. Das Knochenwachstum muss abgeschlossen sein. Bei Jugendlichen ist dies meist ab etwa 18 Jahren der Fall.
Auf Implantate sollte beispielsweise bei unbehandelten Entzündungen im Mund, schweren Allgemeinerkrankungen oder unkontrolliertem Diabetes zunächst verzichtet werden. Auch starkes Rauchen kann die Erfolgschancen beeinträchtigen. Wenn der Kieferknochen nicht ausreichend vorhanden ist, kann vor der Implantation ein Knochenaufbau notwendig sein.
Eine individuelle Untersuchung und Beratung beim Zahnarzt ist daher immer wichtig.
Damit ein Implantat sicher und stabil sitzt, sollte es nicht zu nah an anderen Zähnen oder am Knochenrand platziert werden. Die 3/2-Regel beschreibt einen Mindestabstand von 3 mm zu den Nachbarzähnen und 2 mm zum Kieferknochenrand. So bleibt ausreichend Platz für gesundes Zahnfleisch und Knochen.
Nach einer Implantation sollten Sie Folgendes beachten:
So unterstützen Sie eine komplikationsarme Heilung des Implantats.
In der Regel sind drei bis fünf Termine erforderlich. Diese umfassen die Beratung und Planung, das Einsetzen des Implantats, die Heilungskontrolle sowie die Versorgung mit dem endgültigen Zahnersatz, beispielsweise einer Krone, Brücke oder Prothese.
Bei zusätzlichen Behandlungen, wie etwa einem Knochenaufbau, können weitere Termine notwendig sein.
Ja, auch bei einem zahnlosen Kiefer können Implantate eingesetzt werden. Sie dienen als Basis für festsitzende Brücken oder Prothesen und verbessern dadurch die Funktion und den Halt des Zahnersatzes.
Wenn nicht ausreichend Kieferknochen vorhanden ist, kann ein Knochenaufbau erforderlich sein.
Die Implantation erfolgt unter örtlicher Betäubung und ist in der Regel schmerzlos. Auf Wunsch kann die Behandlung auch mit zusätzlicher Sedierung oder unter Vollnarkose durchgeführt werden.
Nach dem Eingriff können leichte Schmerzen, Druckgefühle oder Schwellungen auftreten. Eine Schwellung von etwa drei bis fünf Tagen ist möglich. Auch Hämatome können gelegentlich auftreten. Diese Beschwerden lassen sich in der Regel mit Schmerzmitteln gut kontrollieren.
Die Dauer der Einheilphase hängt unter anderem von der Qualität des Knochens sowie von der Anzahl, der Länge und dem Durchmesser der Implantate ab. Unter idealen Bedingungen ist in bestimmten Fällen sogar eine Sofortbelastung möglich.
In anderen Fällen vergehen in der Regel etwa sechs bis zwölf Wochen, bevor die Implantate belastet werden können. Nach einem erforderlichen Knochenaufbau kann sich die Einheilphase auf etwa sechs Monate verlängern.
Die allgemeine Angabe einer Einheilzeit von drei bis sechs Monaten kann je nach individueller Situation ebenfalls zutreffen.
Ja, in vielen Fällen wird bereits vor der Implantation ein provisorischer Zahnersatz angefertigt, der normalerweise direkt nach dem Eingriff eingesetzt werden kann. So müssen Patienten in der Regel zu keinem Zeitpunkt ohne Zähne sein.
Ja, insbesondere starke Raucher haben ein erhöhtes Risiko, Implantate zu verlieren. Bei größeren Eingriffen, beispielsweise in Verbindung mit einem Knochenaufbau, ist das Risiko für Komplikationen bei Rauchern zusätzlich erhöht.
Ja, auf dem Markt gibt es zahlreiche Implantathersteller, allerdings verfügen nur wenige Systeme über wissenschaftlich dokumentierte Langzeitstudien.
In unserer Praxis verwenden wir Implantate der Firmen Dentsply/Friadent. Bei etablierten Herstellern ist zudem die langfristige Versorgung mit Ersatzteilen gesichert. Dies kann beispielsweise relevant sein, wenn nach vielen Jahren ein Verbindungsschräubchen ausgetauscht werden muss.
Die Sofortbelastung frisch gesetzter Implantate mit einer festsitzenden provisorischen Prothese kann für Patienten von Vorteil sein, da sie beispielsweise mehr Kaukomfort während der Heilungsphase bietet und Zeit spart.
Ob diese Methode sinnvoll und möglich ist, muss jedoch individuell beurteilt werden. Dabei sollten die möglichen Risiken sorgfältig gegen die Vorteile abgewogen werden. Wichtig ist außerdem, dass der behandelnde Zahnarzt über entsprechende Erfahrung mit der Sofortbelastung von Implantaten verfügt.
In der Zahnarztpraxis wird diese Methode nur angewendet, wenn die Vorteile für die Patientin bzw. den Patienten klar überwiegen.
Für Implantate gilt grundsätzlich eine ähnliche Regel wie für natürliche Zähne: Eine gute Mundhygiene ist entscheidend. Besonders hilfreich sind Interdental- bzw. Zwischenzahnbürstchen, um die Bereiche zwischen den Implantaten gründlich zu reinigen.
Die Dentalhygienikerinnen der Praxis unterstützen Patienten gerne bei der Anwendung der verschiedenen Hilfsmittel.
Implantate aus Titan oder Keramik sind in der Regel gut verträglich und können auch für Allergiker geeignet sein. Bei bekannten Materialunverträglichkeiten stehen gegebenenfalls alternative Optionen zur Verfügung.
Individuelle Beratung zur Implantologie
Da jede Implantatbehandlung individuell ist und sich nach der jeweiligen Zahnsituation richtet, ist eine persönliche Beratung wichtig. Wenn Sie weitere Fragen haben oder erfahren möchten, ob Zahnimplantate für Sie infrage kommen, berät Sie das Team von Dr. Rüfferts „Haus der Zahnmedizin” in Braunschweig gerne persönlich. Gemeinsam besprechen wir Ihre Möglichkeiten und finden eine passende Lösung für Ihre Zahngesundheit.